Wir geben dir einen kleinen Blick nach links und rechts: wie arbeitet Deutschland aktuell und was hat sich durch die Home Office Pflicht verändert?
Die Pandemie war und ist eine Disruption der anderen Art – spürbar in allen Lebensbereichen. Besonders aber haben sich die Möglichkeiten im Bereich des täglichen Arbeitens verändert: eine Pflicht zum Home Office zwingt Unternehmen zum Schaffen “neuer digitaler Arbeitsplätze”. New Work war in aller Munde und Companies wie Zoom sprießen aus dem Boden längst vergessener Remote-Work Lösungen. Zwei Jahre nach dem Ausbruch sitzen wir (von GREWP zumindest) nach wie vor noch verstreut an unseren Heim-Schreibtischen. Doch wie sieht es um uns herum aus? Wie arbeiten wir eigentlich gerade?

Home Office, du Corona-Geburt!

Böse Zungen behaupten, ohne Corona wäre das Thema “Mobile Working” und “Home Office” gar nicht so groß geworden. Dem wollen nur in teilen widersprechen. Denn Corona hat auf jeden Fall seinen Beitrag dazu geleistet, Home Office so schnell flächendeckend zu ermöglichen. Es gibt jedoch noch eine ganze Bandbreite mehr Formen von mobilem Arbeiten, die bereits vor Corona mehr als ein Drittel aller Arbeitnehmenden praktiziert.

Übrigens, der richtige Artikel für “Home Office” scheint “der” zu sein: denn knapp die Hälfte aller Männer praktizierte bereits vor Corona eine Form von mobilem Arbeiten. Bei Frauen hingegen arbeitete nur jede Vierte mobil.

Warum Home Office nicht nur für Mitarbeitende cool ist

Besonders zu Pandemie Beginn waren Arbeitnehmende von der “Idee Mobile Working” sehr angetan. Die Vorteile dieser Arbeitsform wurden insbesondere darin gesehen, mehr Zeit vom Tag zu haben, da der Arbeitsweg wegfällt. Außerdem empfanden gerade Arbeitnehmende mit Familie das Home Office Angebot lukrativ, da sie so beides leichter unter einen Hut bekommen würden.

Was natürlich wegfällt, ist der direkte Kontakt zu Kolleg*innen und die Pflege zwischenmenschlicher Kontakte. Besonders beeinträchtigt ist die Arbeit natürlich auch bei Teams, die gerade deshalb gut miteinander funktionieren, weil sie sich Aufgaben “zurufen” (kurz über den Tisch kommunizieren).

Alles in allem hat mobiles Arbeiten ein für und wieder. Aber auch für Arbeitgebende sind durch flexiblere Arbeitsmodelle Vorteile entstanden: denn ganz zu schweigen von den Mietkosten für ein Office, das man sich spart, sind Mitarbeitende im Schnitt 4,5 Tage im Jahr weniger krank, wenn sie aus dem Home Office arbeiten!

“Your mic is on mu… ah anyways!”

Was machen wir eigentlich aktuell im Home Office? Die Antwort ist ganz einfach: telefonieren. Zwei Drittel aller Befragten gaben an, bis zu zehn Video Meetings pro Tag zu haben. Angenommen, jeder Call würde eine halbe Stunde abgehalten werden, verbringen wir bis zu fünf Stunden jeden Tag damit, uns per Videocall auszutauschen. Einer von zehn Befragten gab sogar an, jeden Tag minimal 20 Calls zu führen. In diesem Fall ist die Antwort wohl mehr als zutreffend. 

Workation ist die neue Springbreak!

Die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmt und geboren ist die Idee der Workation! Einfach mal von einem anderen Ort auf der Welt arbeiten und Urlaub und Beruf verbinden. Wir persönlich sehen uns auch lieber Cocktail schlürfend in einem Coworking Hotel auf Bali als im Frankfurter Pendlerverkehr! 

Aber auch das ganze Wohnkonzept stellt sich durch die räumliche Freiheit in Frage: möchte ich weiter in der Stadt wohnen, weil dort mein Arbeitsplatz ist oder möchte ich lieber auf dem Land wohnen und trotzdem weiter meiner Tätigkeit nachgehen? Mobile Work schenkt Mitarbeitenden Freiheiten, die davor nur schwer denkbar waren. Grundvoraussetzung: eine stabile Internetverbindung. Und da sieht es in Deutschland wirklich noch sehr mittelalterlich aus: besonders in den Bundesländern im Osten der Republik ist die Internetanbindung über 50 Mbit/s eine Rarität. Vorreiter im “fernab vom Schuss” ist Mecklenburg-Vorpommern. Sorry liebe Ostsee-Fans, aber eure Workation müsst ihr wohl eher in Phuket verbringen als auf Rügen.

Viele arbeiten nach wie vor mobil und wollen die gewonnene Freiheit auch nach Corona nicht mehr hergeben. Klartext gesprochen: die Veränderungen “durch Corona” bleiben. Das heißt aber auch, als HR-Consultant den Kopf in den Sand stecken, löst nicht die Aufgabe. Jetzt heißt es, Teams zusammenhalten und die Corporate Culture in die Zuhause eines jeden Mitarbeitenden zu tragen – und wir helfen euch dabei: https://grewp.de/online-teambuilding/

Fabian Zorn | Marketing & Business Development bei GREWP